Blog-Battle 17: Sucht

Ja, auch ich bin es. Süchtig. Meine größte Sucht ist die Musik. Nichts schafft es so sehr, mich zu bewegen, wie es Musik kann. Egal in welcher Stimmungslage ich gerade bin – Musik ist mein ständiger Begleiter. So verwundert es nicht, dass Musik inzwischen zu den Dingen gehört, die in meiner monatlichen Budgetplanung einen festen Bestandteil hat. Auf Grund meines recht speziellen Musikgeschmacks, der vor allem darauf abzielt, dass tiefgründige (im Idealfall deutschsprachige) Texte von einer angenehmen Stimme vorgetragen werden, welche eine perfekte Harmonie mit der musikalischen Untermalung (die bei mir vorzugsweise die Elemente E-Gitarren, Klassik und/oder Klavier enthält) bilden. Auf Grund dessen bin ich quasi ständig auf der Suche nach neuen Eindrücken. Nach neuen Bands, neuen Liedern, die mir gefallen. Dank des Internets und besonders der Videoplattformen ist es heute – besonders im „schwarzen“ Bereich- recht leicht,  Dinge zu finden, die mir gefallen. Inzwischen haben sich durch die Suche gut 22 GB an Musik angehäuft, die ich mehr oder weniger regelmäßig höre. Monatlich gebe ich inzwischen zwischen 25 und 50 EUR nur für Musik aus. Das kann man durchaus schon als Sucht bezeichnen.

Wirklich süchtig bin ich auch nach dem schon angesprochenen Internet. Nach den üblichen Ritualen, die man so zum Start in den Tag vollbringt, gehört für mich das Anschalten von PC und Router als Standardhandlung neben dem Toilettengang, dem Duschen und dem Frühstücken dazu. Neben dem Such(t)en nach Musik verbringe ich gerne Zeit damit, mit Gleichgesinnten zu chatten, mich in Foren rumzutreiben, mich auf Seiten wie den NachDenkSeiten zu bilden oder einer weiteren Leidenschaft nachzugehen – dem Zocken. Zwar zocke ich selbst keine Online-Spiele (mehr), dafür verfolge ich allerdings sehr gerne Livestreams von anderen Spielern oder schaue mir LetsPlays (= Videos, in denen ein Spieler ein Spiel spielt und dies kommentiert) von Spielen an, die ich nicht kenne und hole mir so Inspirationen für künftige Neuanschaffungen von Spielen – falls es diese Spiele für den PC gibt.

Ich selbst spiele ebenfalls sehr gerne, würde mich aber nicht als süchtig bezeichnen, da ich durchaus auch mal eine Woche ohne Zocken auskommen kann. Dennoch ist es eine große Leidenschaft von mir,  zum Beispiel in Rollenspielen komplett in die Welten einzutauchen und alles zu erkunden und entdecken; mich in Horrorspielen nachts ohne Licht mich zu gruseln oder in Simulationen zum Beispiel meine eigene Stadt oder meinen eigenen Personennahverkehr zu kreieren. So kommen dann schon mal einige hundert Spielstunden zusammen. In solchen Momenten ist auch sehr nützlich, dass ich alleine lebe. So kann mir keiner (zumindest am Wochenende) vorschreiben, wie lange ich vor der Kiste sitze. So kommt es dann schon mal vor, dass es schon mal 6 Stunden und mehr sind, die ich hintereinander am Rechner sitze und abtauche.

Dies sind die Dinge, die mich am meisten begeistern und über die ich auch sehr gerne und ausführlich reden kann,  was ja ansonsten nicht so meine Stärke ist. Anderen Süchten bin ich allerdings ferngeblieben: Ich habe nie geraucht und habe auch noch nie den Drang verspürt, Drogen zu konsumieren. Auch Alkohol konsumiere ich so gut wie gar nicht. Lediglich zu Silvester gönn‘ ich mir mal – wenn ich mit meinen Eltern zusammen bin – das eine oider andere Glas Sekt. Der Verzicht auf Zigaretten und Alkohol rührt vor allen aus 2 Faktoren, die sich beide in meiner Kindheit abgespielt haben: So hatte ich genug negative Vorbilder, die beidem doch nicht gerade abneigt waren. Als Kind schon fand ich es eklig, wenn diese sich – bevor sie überhaupt aus dem Bett kamen –  erstmal fast die Lunge aus dem Hals gehustet haben. Mit so etwa 12 hab ich dann gelesen, dass die Chance bei 80% liegt, nie mit Rauchen oder Saufen anzufangen, wenn man es schafft, bis zum 18. Lebensjahr damit nicht anzufangen. Dies hab ich durchgezogen und bin auch froh, dies geschafft zu haben. Genauso froh bin ich darüber, dass meine Mutter es nach über 30 Jahren des starken Rauchens es geschafft hat, von heute auch morgen aufzuhören und dies jetzt schon 5 Jahre lang durchzieht. Respekt!

Ein abschließendes Wort möchte ich noch generell zum Konsum von Alkohol sagen. Wie vor allem hier in Deutschland mit diesem Thema umgegangen wird, finde ich schon erschreckend. Ich kann es nicht nachvollziehen, warum man auf jeder Party, auf jeder Veranstaltung, usw. sich sinnlos besaufen muss, nur um „gut drauf zu sein“. Man wird teilweise wie ein Aussätziger behandelt, wenn man als Nichttrinker dies auch konsequenz durchsetzt. Auch das leichtsinnige Konsumieren besonders vor Autofahrten finde ich unverantwortlich – genauso wie die „Belohnung“ unserer Justiz, die Konsumenten auch für ihr eigenes Fehlverhalten entschuldigt, in dem sie denen Strafmilderung gestattet. In meinen Augen sollte es eher eine Strafverschärfung für Leute geben, die  sich und andere auf Grund des Alkoholkonsums gefährden. Auch ist es nicht zu verstehen, warum Alkohol erlaubt ist und Cannabis nicht. Genügend Grafiken zum Vergleich Alkohol – Cannabis gibts ja im Internet.

Was es auch im Internet gibt, ist dieser Blog-Battle, in dem ich heute gelernt habe, dass die Mehrzahl von Sucht Süchte ist. Und da nehmen diesmal noch folgende Suchtis teil:

Ichigo Komori
Pal-Blog
Chelsea
Justine 
Dark Lord 

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4 Antworten zu “Blog-Battle 17: Sucht

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