Blog-Battle 15: Sonne

Ich wollt‘ schon immer mal über’s Wetter reden. Macht ja sonst keiner. Insbesondere über die Sonne. Macht ja sonst auch keiner. Besonders dann nicht, wenn dieser Stern (ja, die Sonne ist kein Planet, du selten-dämlicher Erzeuger meinerseits) der Erde so nah ist, dass sie dem bleichen Nachtschattengewächs aber so von gewaltig auf den Sack geht. Hab‘ ich schon mal erwähnt, dass es nicht schön ist, zu schwitzen? Ja?Ups! Hab ich auch schon erwähnt, dass es noch weniger schön ist, bei einem solchen Wetter in einem Großraumbüro mit 30 Sonnenanbetern, doppelt so vielen Monitoren, genauso vielen Computern (die natürlich allesamt überhaaaauuupt nicht dafür sorgen dass aus den eh schon gefühlten 1000 Grad drinnen und 0% Sauerstoff mal eben 2000 Grad und gefühlte 1000% Stickstoff werden) zu arbeiten? Ja? Auch mehrfach? Ups! Dann hab‘ ich wohl auch schon erwähnt, dass mir Sonnenanbeter, die jedes Blinzeln der Sonne durch die ach so bösen Wolken mit einem „Endlich kommt die Sonne raus“ kommentieren müssen, gewaltig auf den Sack gehen. Besonders dann, wenn man sich versucht auf seine Arbeit zu konzentrieren.

Wenn diese Personen genauso viel Zeit mit politischem Denken verbringen würden, wie mit dem Schwadronieren über’s Wetter, bekäme die CDU vielleicht endlich mal das, was sie mit ihrem Arschkriechen in den Enddarm von Wirtschaft, Industrie und Amerika verdient hätte. Nämlich einen ordentlichen Tritt in den Arschkriecherarsch.. So aber jubelt weiterhin die Masse, wenn „endlich der Sommer da ist“. Die gleichgeschalteten Verkünder der Apokalpyse der Sommerhitze, auch genannt Wettermoderatoren, frohlocken über das angekündigte Wettschwitzen ungefähr so enthusiastisch, wie ein Kind, dass zu Weihnachten ein schönes Geschenk bekommt. Eltern, die sich für die Spiele, die sie schenken, auch interessieren und dem Kind dabei zuschauen, zum Beispiel.

Und sobald der Sommer da ist, aber dann noch die Dreistigkeit besitzt, mal so richtig Gas zu geben und mit dem Fuß auf dem Gas auch ein paar Tage oder Wochen zu bleiben, ist es dann ganz schnell vorbei mit der Liebe zu der ach so tollen Sonne. Da wird dann über die Dauerhitze gejammert. Was denn? Ist euch etwa warm? Habt ihr nicht den ganzen herrlichen Winter (der die letzten Jahre eher ein etwas kühlerer Dauerherbst war) nicht über gejammert, dass euch ja sooo kalt ist? Dass ihr die Sonne vermisst und die Wärme? Oooooooor. Die Tüte Mitleid ist leider grade nicht im Sortiment. Die habt ihr allesamt schon im Winter für euch beansprucht.

Jetzt habt ihr den Sommer (und die Folgen eures Lebensstils gleich dazu) also lebt damit. Lebt mit 30 Grad, mit stinkenden Mitmenschen in der Öffentlichkeit, mit Kreislaufbeschwerden, Dehydrierung und ahnliches. Komisch, dass es sowas im ach so schlimmen Winter wetterbedingt irgendwie nie gibt. Und ja, Eis kann man auch im Winter essen und für heißes Wasser brauch ich nicht an irgendwelche Strände im Sommer zu fahren. Dass es manchen dieser Länder (besonders deren Einwohnern) gerade richtig dreckig geht, interessiert euch uninformierte Hirnkastraten natürlich überhaupt nicht. Hauptsache, die faltige Haut noch faltiger machen. Wenn ich in warmes Wasser will, nehm‘ ich entweder ein Bad oder gehe (fernab der Hauptsaison) in Hallenbäder.

Ganz toll jammern könnt ihr Sonnenanbeter auch über die heißen Wohnungen in denen ihr im Sommer lebt. Besonders toll sind die ach-so-günstigen Dachgeschosswohnungen. Tja. Selbstgewähltes Elend. Ihr wolltet Sommer, jetzt habt ihr ihn. Lebt damit und jammert nicht.

Jammern „dürfen“  die, die mit Hitze, Sommer und Sonne nichts anfangen können bzw. die Folgen nicht vertragen. Die, die mit angenehmen Temperaturen durchaus leben können, aber auch im Winter nicht bei der ersten kleinen Schneeflocke die Polizei rufen, weil sie nicht wissen, wie sich verhalten sollen. Die, die es gelernt haben, sich den kühleren Begebenheiten entsprechend zu kleiden. Denn das geht im Sommer nunmal eher schwer. Besonders dann, wenn man unabhängig von Kleidung auf Hitze mit körperlichen Beschwerden reagiert.

Und so bleibt für mich wieder nur die Hoffnung, dass der Sommer sich nicht zu oft mit durchgetretenem Gaspedal durch mein Revier fährt.

Schakal

PS: Sonne = 666 Wörter. Etwa ein Zufall?

Weitere sonnige und düstere Aus- und Ansichten gibt’s hier:

Ichigo Komori
Das Wetterschaf
Pal-Blog
Mary
C
helsea
Justine 
Dark Lord 

Advertisements

10 Antworten zu “Blog-Battle 15: Sonne

  1. Zum Teil ganz nett, zum Teil richtig nachvollziehbar, aber eigentlich nur eine Schimpftirade gegen alles und jeden. „Weltschmerz“ hatten wir doch erst letztens als Battle-Thema, oder? Minuspunkt für unpassende, zusammenhanglose Politik-Bashing-Prolemik, (kleiner) Pluspunkt für das Großraumbüro (ich mag die Stille in meinem Homeoffice, da komme ich wenigstens zum arbeiten) und den vorletzten Absatz. So kommt am Ende eine vier plus bei raus. Tut mir leid, aber mehr war hier heute nicht drin.

    Gefällt mir

    • Ich richte mich in MEINEM Blog zu MEINEN Gedanken nicht nach etwas aus, was es eventuell schon mal gab oder Massenmeinungen entspricht. Genauso wenig müssen diese nachvollziehbar oder im Zusammnenhang mit irgendwas stehen. Denn dies ist der Sinn dieses Blogs – das freie Herausschreiben von dem, was mir einfällt. Und das bleibt auch so.

      Gefällt mir

  2. Könnten auch meine Gedanken sein. 20°C sind vollkommen ausreichend und wenn es im Winter al -30° werden, hab ich damit auch kein Problem, solange ich noch eine rückzugsmöglichkeit von mehr als 15° habe 😀

    Bekommst eine 1

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s