Blog Battle 14: Gift

Bei dem Versuch, zu dem Thema Gift etwas passendes zu meinem Blog – nämlich ausschließlich meinen Gedanken – zu finden, bin ich recht schnell an meine Grenzen gestoßen. Zunächst wollte ich über Dinge schreiben, die – außer den Dingen die ich schon weiß – für das Hirn Gift sind. Wäre mal was anderes, hätte aber viel Zeit zum recherchieren bedarf, die ich nicht habe. Auch das Recherchieren der zweiten Idee, Chemikalien in Lebensmitteln zu behandeln, wäre zeitaufwendig. Somit ist das, was man Zeit nennt, auch eine gewisse Art von Gift. Nämlich Gift fürs Hirn. Und da dies mein Blog und meine Gedankenwelt ist, kann ich das auch so schreiben.  Ich schreibe ihn für mich. Wenn in meinem Kopf die Assoziation Zeit = Gift stattfindet, wird es in meinem Blog so thematisiert. Genauso wie Krieg = Blut  Punkt. Wem das nicht passt und meint, Zeit würde nicht zum Thema Gift gehören, brauch gar nicht erst weiterzulesen.

Der Mensch hat sich mit der Erfindung der Zeit ein Kind geboren, dass heute seltsame Blüten trägt. Beim Darüber nachdenken ging ich dann soweit zu sagen, dass diese Erfindung den Mensch vergiftet hat. Dies geht schon bei den Meisten mit dem Tagesbeginn los. Widernatürlich wird der Mensch aus seinem Regenerationszyklus gerissen um aller Welt beweisen zu müssen, dass man schon um 4 Uhr morgens zu geistigen Höchstleistungen in der Lage ist. Dass der Schlaf als Regeneration auch für das Hirn wichtig und ein Mangel daran Gift für selbiges ist, wird dabei vergessen.

Weiter geht der widernatürliche Wahn der Menschen, anstatt richtig zu frühstücken, sich 5 Liter Kaffee in den Wanst zu gießen, „damit man wach wird“. Tja, Mensch. Würdest du deinem eigenen biologischen Rhythmus folgen und dann solange schlafen, bis du von selber wach wirst, bräuchtest du keine süchtig machende Droge Kaffee, die dir vorgaukelt, nur weil du sie zu dir nimmst, „wach zu sein“. Du bist es nicht. Auf die Uhr starrend wird dann festgestellt, dass die nächste Bahn schon in 5 Minuten fährt. So wird dann Frühstück ganz vergessen. Wer doch dran denkt, isst dann irgendwas in der Bahn oder geht in die amerikanischen Figurformläden. Hat die Bahn dann auch noch die Dreistigkeit, nicht pünktlich zu sein, weil sie entweder zu spät (oder – was für manche warum auch immer noch schlimmer ist – zu früh) da ist, ist man dann für einen kurzen Moment doch wach – nämlich um sich aufzuregen. Warum die Bahn aber zu spät ist, danach wird nicht gefragt. Denn dafür müsste man geistig wach sein. Wobei dieser Zustand bei Manchen ein Dauerzustand ist.

Auf Arbeit oder in der Schule hängt man dann schlaff und hirnblutleer rum und hangelt sich zur nächsten Pause, deren Zeiten man auch sich eher verinnerlicht hat, als die Geburtstage seiner Freunde, Partner oder Verwandten. Für so etwas hat man heute entweder Smartphones und/oder Facebook. Wer von denen es wohl merken wird, wenn ich mein Geburtsdatum dort einfach mal ändere?

Hat man Mittagspausen und den Rest des Tages irgendwie geschafft (der für Kinder heute anstelle von draußen rumtoben entweder mit Nachhilfe, irgendwelchen Musikunterrichten oder sonstwas zugeballert wird) ist dann irgendwann mal Feierabend oder Schulschluss. Dann wird beim Abendessen richtig reingehauen…für…nichts. Denn die Grundlage für das, was man braucht um durch den viel zu früh gestarteten Tag zu kommen, nennt sich „Frühstück“ und nicht „Abendessen“.

Weiter geht der von der Zeit vergiftete Abend dann für viele um 08/15 ähm 20:15 mit irgendwelchen Berieselungen durch die Glotze oder den PC. Man ist durch den ganzen Stress und Hektik viel zu sehr geschlaucht, um dem Zentralorgan noch Futter für Neues zu geben. Oder – wie in meinem Fall – sich abseits der Massenmedien sich über weltpolitische Ereignisse zu informieren. Wer im Dschungel irgendwo ’nen Furz lässt, gehört da nämlich nicht zu. Für das Hirn ist es auch nicht spannend, beim Tatort mit zu zählen, wie viele Tote es beim Tatort mit leider nicht schweigenden Tills es so gibt.

Dann schläft man irgendwann ein und das Hirn versucht den Müll, den man wieder mal so miterlebt hat, zu verabreiten. Nur um dann um 4:00 von irgend einem Wecker geweckt zu werden.

Die Zeit – Gift fürs Hirn.

Schakal, der einfach mal den Namen Vera F. Birkenbihl in den Blog-Battle wirft.

An diesem beteiligen sich außerdem:

Ichigo Komori mit ihrem “The music box of a morbig wonderland”
Das Wetterschaf mit Schafen, Wetter und so
S
ebastian vom Pal-Blog
Mary von indubioprorea
C
helsea mit ihren vielen Dingen
Justine von Justine
the Lord himself

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12 Antworten zu “Blog Battle 14: Gift

  1. Teilweise nachvollziehbar. Allerdings gibt es auch Menschen, die sich in der Zeit doch eher an „damaligen“ Verhältnissen orientieren, auch des Berufs wegen. Mein Feierabend für den Tag ist 20 Uhr, da liege ich im Bett. Und eine langweilige Doku fürs einschlafen, dann dauert es auch nicht allzu lange. Somit ist 4 Uhr dann auch kein Problem, weil der Körper inkl. Inhalt des Kopfes seine nötige Ruhepause hatte … Damals gingen die Leute zeitig ins bett, es gab noch kein Abendprogramm und standen dafür früh auf – dem Tagesrhythmus und dem Tageslicht angepasst. Von daher würde ich nicht all zu sehr damit pauschalisieren 😉

    Ansonsten, glatte 2 … Groß- und Kleinschreibung sind ausserdem etwas durcheinander.

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    • Nun, das ist genau die Frage, die ich bewusst so gestellt habe: Ist der von den Menschen bzw. der Arbeitswelt auferlegte Rhythmus wirklich der eigene? In so manchem Fall eher nicht. Dass du um 20 Uhr im Bett liegst, liegt zum einen daran dass die Natur sich vieles gefallen lässt. Für mich persönlich ist es schon immer ein Horror gewesen, frühs aufstehen zu müssen – auch als Kleinkind. In der Schule habe ich stets die ersten 2 Stunden verschlafen, da mein Schlafzyklus i.d.R. so zwischen 23 und 8 Uhr liegt. Außerdem wird außerdem mit ß geschrieben. 😉

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  2. Wirklich interessanter Text und ich kann deine Sichtweise durchaus verstehen und nachvollziehen. Und von der Frau Birkenbihl hab ich mal ein Video in der Schule gesehen, das war äußerst interessant.
    Von mir bekommst du ne 1

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    • Danke für die Wertung. Von VFB hab ich schon so einiges gelernt. Wirklich spannend, was sie zu erzählen hat. Leider ist sie ja schon viel zu früh von uns gegangen….

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  3. Sehr interessante Ansicht. So abwegig finde ich es gar nicht, Zeit als Gift zu bezeichnen.
    Ich für meinen Teil stehe wirklich ungerne auf, wenn ich von selbst wach werde. Um 3:00 Uhr ist das auch keine gute Idee.
    1-

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  4. Ein interessanter Ansatzpunkt und ich würde sogar soweit gehen zu sagen Gift für den Körper und nicht nur für’s Hirn. Der Zeit- und Termindruck wird häufig immer größer und man ist so in dem Trott gefangen dass man es erst einmal erkennen und dann einen Ausgleich dazu finden muß, um nicht auf dauer daran kaputt zu gehen.
    Ich gebe dir eine 1-, denn meiner Meinung nach hätte man das noch ein wenig ausbauen können.

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