Lügen lesen

Gestern war es mal wieder Zeit, für ein wenig Stirnrunzeln: Ich schlenderte durch die gut gefüllte Innenstadt (bei der man merkte, dass nur drei Grad mehr als Vortag und Sonnenschein ausreichen, um den Mensch aus seinem Winterschlaf zu reißen), als ich dort ein Schild mit den Buchstaben „Lies!“ laß. Mein erster Gedanke: „Lügen? Wird hier Bild verkauft?“ entpuppe sich zumindest als nur teilweise falsch. Bei nährerem Herangehen und Betrachten des Standes standen dort  stumme Bartträger in Weiß (von denen einer einem gewissen Pierre Vogel nicht ganz unähnlich war) rum und vor ihnen lag der Koran auf einem Tisch. Erst dann verstand ich, dass mit „Lies!“ die Aufforderung gemeint war, zu lesen. Gelesen habe ich bestimmte Teile des Buches einer Religion, die sowas wie „Frieden“ bedeuten soll, schon mal. Hier mal die wörtlichen Zitate aus Sure 9 – Verse 4-6 sowie 28-30:

[4] Davon sind diejenigen Götzendiener ausgenommen, mit denen ihr einen Vertrag eingegangen seid und die es euch an nichts haben fehlen lassen und die keine anderen gegen euch unterstützt haben. Diesen gegenüber haltet den Vertrag bis zum Ablauf der Frist ein. Wahrlich, Allah liebt diejenigen, die (Ihn) fürchten.

[5] Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf. Wenn sie aber bereuen und das Gebet verrichten und die Zakah entrichten, dann gebt ihnen den Weg frei. Wahrlich, Allah ist Allvergebend, Barmherzig;

[6] und wenn einer der Götzendiener bei dir Schutz sucht, dann gewähre ihm Schutz, bis er Allahs Worte vernehmen kann; hierauf lasse ihn den Ort seiner Sicherheit erreichen. Dies (soll so sein), weil sie ein unwissendes Volk sind.

[28] O ihr, die ihr glaubt! Wahrlich, die Götzendiener sind unrein. Darum dürfen sie sich nach diesem ihrem Jahr der heiligen Moschee nicht nähern. Und falls ihr Armut befürchtet, so wird euch Allah gewiss aus Seiner Fülle reich machen, wenn Er will. Wahrlich, Allah ist Allwissend, Allweise.

[29] Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen – von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten.

[30] Und die Juden sagen, Esra sei Allahs Sohn, und die Christen sagen, der Messias sei Allahs Sohn. Das ist das Wort aus ihrem Mund. Sie ahmen die Rede derer nach, die vordem ungläubig waren. Allahs Fluch über sie! Wie sind sie (doch) irregeleitet!

Da darf also in einer großen deutschen Innenstadt ein Buch rumliegen, welchen offen zum Mord von Andersgläubigen, Atheisten und Ungläubigen aufruft.

Werfen wir doch mal einen kurzen Blick in  § 111 StGB:

(1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3 StGB) zu einer rechtswidrigen Tat auffordert, wird wie ein Anstifter (§ 26 StGB) bestraft.

(2) Bleibt die Aufforderung ohne Erfolg, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Die Strafe darf nicht schwerer sein als die, die für den Fall angedroht ist, daß die Aufforderung Erfolg hat (Absatz 1); § 49 Abs. 1 Nr. 2 StGB ist anzuwenden.

Aber auch andere weit verbreitete Werke rufen offen dazu auf, Nächtenliebe praktisch umzusetzen.

Immerhin erleichtern solche Stellen ein gewisses Grundverständnis für einen Teil der Pegida-Bewegung. Und was macht unsere Politik bis auf wenige Ausnahmen? „Wir reden nicht mit den Leuten!“ Diese Denkweise, die Sorgen und Ängste der Menschen nicht ernst zu nehmen, hat schon mal in Deutschland dazu geführt, dass eine kleine Gruppe mit rechten „Tendenzen“ mehr und mehr Zulauf gewann…

Schakal

Quellen:

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