Blog-Battle III: Schönheit

Ihr schönen Menschen, heute geht es mit den einleitenden Worten von Asp um einen Begriff als Sinnbild für die Oberflächlichkeit der Menschen. Schönheit: Über nichts anderes definieren sich so viele Leute, wie über ihr äußeres Erscheinungsbild. Gleichzeitig ist es für viele eine Freude, sich über Nichtigkeiten wie Große Nase, Hasenhoren, Hasenzähne, X-Beine und so weiter lustig zu machen. Für mich persönlich sind solche Dinge relativ egal. Es ist für mich die Gesamtheit des Erscheinungsbildes eines Menschen, das mich ganz gerne mal anekelt. Dazu gehören ziemlich genau 2 Arten von Menschen, die ich hier schon mal erwähnt habe: Stinkende, kippen- und/oder alkoholumnebelte Gestalten, die unverständliche Laute von sich geben und ihre Bierbäuche oder Brusthaare zur Schau stellen müssen – oder auch von Fastfood geprägte Gestalten, die im Sommer ihre unansehnlichen Rollen aus oder durch alle Klamotten quellen lassen. Als eh schon nicht unbedingt den Menschen wohlgesonnener…äh… Mensch schrecken mich solche Existenzen einfach nur ab, und zwar in gleichem Maße wie die Existenzen, die Sätze wie „Die Merkel hat viel geleistet.“, „Politik interessiert mich nicht.“, „Isch fi*** deine Mudda“, „Killerspiele(-spieler) töten Menschen.“, „Bla ist alternativlos.“ und ähnliches Gesülz von sich geben.

Insbesondere unter dem weiblichen Teil der Spezies Mensch ist es ja verbreitet, sich zu schminken. Und zwar nicht nur ein bisschen, sondern so, dass man bei manchen das Gefühl hat, vor einer toten Maske zu stehen. Frauen, die alle paar Minuten in den Spiel glotzen müssen um irgendwas zu überprüfen oder zu korrigieren, wirken auf mich immer unfreiwillig komisch. Besonders komisch wird es dann, wenn diese das in öffentlichen Verkehrsmitteln tun und selbige dann bremsen. Sich zu schminken hat in meinen Augen nur Sinn, wenn man Dinge wie zum Beispiel Narben verdecken will, weil man sich sonst auf die Narben reduziert fühlt. Alles andere ist für mich kein Grund, die Natur hinter künstlichen Masken zu verstecken.

Eine weitere Kuriosität unter Frauen ist es ja, sich im Sommer möglichst zu präsentieren, bzw. präsentieren zu müssen, um sich aber dann aufzuregen, wenn diese wie Nutten aussehenden Püppchen wie eben diese angeglotzt werden. Wer meint, sein Dekolleté schon fast im Schritt haben zu müssen, sollte dann mit Sätzen wie „Was glotzt du mich so an?“ vorsichtig sein. Sonst könnte es passieren, dass auf die Antwort „Was ziehst du dich so an?“ selbiger Person trotz 10 Kilo Schminke die Gesichtszüge entgleiten. Ich renne doch auch nicht mit ausgeschnittenem Schritt in meiner Hose durch die Gegend. Oder um es mit Alexander Kaschte zu sagen: Wenn man A ausführt, wird B passieren. Wenn man C unterbindet, wird D niemals geschehen.

Und wenn wir schon mal bei vermeintlichen Äußerlichkeiten sind, von denen Frauen meinen, es würden alle Männer so meinen: Nein. Es stimmt nicht, dass jeder Mann auf wandelnde Skelette steht. Und nein, ihr müsst euch nicht zu Tode hungern, nur um irgendwem zu gefallen oder irgend einem Ideal hinter zulaufen. Bei so einem Skelett auf 2 Beinen hätte ich immer Angst, dass dieses bei der kleinsten Berührung auseinander bricht. Eine interessante Beobachtung unter meinen Arbeitskolleginnen in diesem Zusammenhang ist übrigens, dass insbesondere dieser Typ Frau wesentlich öfter und länger krank ist, als diese, die zumindest noch Rippen haben und darauf auch etwas drauf ist.

Und da wir ja in einem Land leben in dem Gleichberechtigung frauscht… äh herrscht, sind nun die Herren der Schöpfung an der Reihe. Autos und Titten. Das sind so 2 Standantworten die man so bekommt, wenn man den gemeinen, männlichen Pöbel fragt, was er schön findet. Autos? Haben soweit ich weiß im Idealfall 4 Reifen, die das Auto auf der Straße halten und somit 100 mal wichtiger sind als die Autos selbst. Ansonsten wird in die Autos heutzutage so viel Sicherheit verbaut, dass man mit Sicherheit der Meinung ist, sicher einen Crash mit 200 km/h Innerorts zu überleben. Man selbst vielleicht schon – die anderen Verkehrsteilnehmer, die nicht über Airbags, ABS und ähnliches verfügen, aber wohl eher weniger. Warum korrigiert Word eigentlich das Wort Innerorts mit großem I vorne? Egal. Computer hat recht.

Apropos Computer: Titten? Um zu überprüfen, ob das worauf die meisten so stehen, echt ist, müsste man selbige erst mal ausgiebig anfühlen. Und da man das ja nicht einfach so macht, muss halt ein theoretischer Zusammenhang hergestellt werden: Der äußert sich dann darin, dass ich so meine Zweifel habe, dass unnatürliches Volumen unterhalb des Kinns bei so manchen Personen genauso echt ist, wie die Maske im Gesicht.

Ansonsten meint mancher Mann, dass Bodybuilding sie attraktiv macht. Es sieht genauso unnatürlich aus, wie bei den Damen die Schminke oder künstliche Titten, Lippen und sonst was. Das zeigt auch, was ich von Schönheitsoperationen halte: Außer aus medizinisch-notwendigen Gründen halte ich solche Eingriffe, die nur der Eitelkeit dienen, für überflüssig. Ganz widerlich wird’s dann, wenn die Erwachsenen anfangen, ihre Kinder mit Bodybuilding, Schminken, Nuttenklamotten und sonst was für Dreck zu verunstalten.

Es gibt aber auch Dinge, die ich schön finde. Menschen gehören nicht dazu, wie man eventuell heraus lesen konnte. Ich genieße Momente der Stille und der Ruhe. Das Wort Langeweile gibt es für mich nicht. Das Nichtstun als Moment der Entschleunigung ist in dieser hektischen Welt an sich ein Genuss. Andere müssen sowas erst lernen, in Form von Mediation und ähnlichem. Da bin froh, dass sowas bei mir von selbst ganz gut klappt.

Ich liebe den Winter, Schneelandschaften und den Wald – am besten alles zusammen. Besonders bei starkem Schneefall ist es immer wieder schön, fernab der Menschen sich in einem schneebedeckten Wald zu bewegen. Auch bin ich gerne am Wasser. Egal ob künstlicher See, Ozeane, Meere. Auch hier möglichst im Stillen – nur das Rauschen des Wassers und die Geräusche der Natur.

Das Allerschönste und Wichtigste ist für mich jedoch nicht leise, sondern laut – und nennt sich Musik. Mein Lebensexilier, aus dem ich so viel Kraft und Energie ziehe. Das, wo man so viele Emotionen und Gedanken wiederfindet und raus lassen kann. Neben 2, 3 Menschen ist es einzig und allein die Musik, die es schafft (bzw. der ich es erlaube), in mein Innerstes zu schauen. Der absolute Horror, neben einem irgendwann mit mehr selbstbestimmten Leben, wäre Taubheit. Von daher passe ich bei meinem Musikkonsum über Kopfhörer auch auf, es nicht zu übertreiben – besonders in der Lautstärke. Und mit einem passenden Lied zu dem Thema schließe ich selbiges ab.

Schakal

Weitere Teilnehmer:

Chaos – Kisa,
Ichigo Komori
Das Wetterschaf
Der DychterFyrst –
Die Lisa von FDLH
Sebastian vom Pal-Blog
Dark Lord

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11 Antworten zu “Blog-Battle III: Schönheit

  1. Gut ausgearbeitete Argumentation, mir jedoch ein bisschen zu verallgemeinernd und zu RTL-mäßig (ich habe z.B. noch keinen Typen getroffen, der auf Titten steht). Und ich finde Autos auch schön, aber eher alte 🙂 Gut geschrieben, deswegen eine 2+

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    • Danke. 🙂 Ich hab leider schon mehr als genug Männer treffen müssen, die genau in diese untere RTL-Schublade „Autos und Titten“ passen. Besonders einige meiner Arbeitskollegen passen da rein. Das hat durchaus mit reingespielt.

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  2. Das kann ich nur unterschreiben. Fast alle Jungs aus meiner Klasse gehen „Trainieren“ gucken sich jeden Tag die gleiche Halle im Fitnessstudio von innen an. Und verheulte Mädchen mit einer dekorativen Mischung aus Schminke, Tränen und Blut habe ich auch schon oft genug gesehen. ( 5.-6. Klasse schon!). Magersüchtige und Mädels mit sehr leichten Klamotten geht gar nicht, passiert aber leider viel dennoch!
    Und ja, Natur und Musik sind das beste! Ich genieße Ausflüge in die Natur, ob mit Kamera oder ohne, und ich liebe musizieren.

    Liebe Grüße
    Jakob

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  3. Sehr schön geschrieben, dafür gibts eine 1
    und verallgemeinere die Autos nicht so 😀 Wobei die Autos, die ich mit Schönheit vergleiche, grade so einen nachgerüsteten Sicherheitsgurt haben und allesamt älter sind als ich.

    Gruß vons Schaf

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  4. ich finde auch diesen Beitrag wieder recht nett zu lesen. Wir scheinen anscheinend alle ein ähnliches Schönheitsideal zu haben und die Abneigung gegen miefige Menschen und/oder „Fastfood Generation USA“ kann ich vollkommen nachvollziehen. Ich selbst habe eine große Abneigung gegenüber letzt genannten.

    Wie dem auch sei, meine Note dieses Mal: 2+

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