Die Ruhe vor dem Alltagstrott

Der letzte Tag des Urlaubs. Auch mit Hilfe meiner Eltern, den wenigen Vertrauenspersonen in meinem Leben, habe ich dann doch noch die ersehnte Ruhe und Entspannung gefunden – und das Gefühl von Verständnis und Vertrauen. So etwas ist in diesen Zeiten gar nicht mehr so einfach zu finden – zumindest von menschlicher Seite. So sucht man sich dann, falls diese Seite gerade nicht verfügbar ist, Ersatz in Form von Kabarettveranstaltungen, Musik und Gleichgesinnten in Chats. Aber das Gefühl von anderen verstanden zu werden ist dann noch mal was anderes.

So habe ich mit eben diesen Vertrauenspersonen noch einen schönen Resturlaub genossen. Gestern habe ich mir dann noch den Luxus eines Wintermantels gegönnt. Es ist gar nicht so einfach, für auf das Beste reduzierte Körpergrößen schöne schwarze Mäntel zu finden, die dann auch noch warm sein sollen. Hat dann aber in einem szenetypischen Laden, den ich bisher noch nicht kannte, doch geklappt. Mal sehen, wie der Mantel sich dann im Praxistest macht.

Wenn man in der Praxis dann von Schwarzjackenträgern genauso angegafft wird, wie bei einfachen Ledermänteln, brauchen solche Leute sicherlich bald neue Augen. Ich kenn das ja schon und stört mich nicht mehr. Auf die Frage „Was ist der Unterschied zwischen schwarzen Jacken und Mänteln?“ meiner Begleitung folgte jedenfalls nur das Beäugen des Stadtbahnbodens.

Schön ist es auch, wenn die Menschen ihre Gesichtszüge nicht im Griff haben. Ich besaß doch tatsächlich die Dreistigkeit, mich auf einen Schwerbehindertenplatz zu setzen und meine Muddern stehen zu lassen. Das Friedhofsgemüse, welches neben mir saß, beäugte uns ebenfalls und schüttelte mit dem Kopf. Auf den Kommentar „Es gibt auch junge Menschen mit Behinderungen und nicht nur Alte“ entglitten ihr dann die Gesichtszüge vollends. Vorurteile sind was schönes.

Und davon gibts genug. Mal sehen, welche ich mir die nächsten Tage dann wieder gezwungermaßen in den Bildschirmpausen im Großraumbüro anhören darf.

Um es mit Mantus zu sagen: So bin ich den Wölfen manchmal näher, als ich den Menschen jemals war…

Schakal

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